Kindersparen
Junge Frau lacht am Steuer eines blauen Autos, die Haare wehen im Fahrtwind

Sparbuch, Aktien oder ETF: Womit sparst du richtig für dein Kind?

Die erste der zwei Fragen
  • Warum Einzelaktien für ein Kinderdepot die falsche Wahl sind
  • Warum Bitcoin kein Sparplan für 18 Jahre ist
  • Warum eine Immobilie mit 18 nicht teilbar ist

Wer 18 Jahre lang für ein Kind spart, hat eine Bedingung, die alles andere überschreibt: Es muss ohne tägliche Aufmerksamkeit funktionieren und es darf am Stichtag nicht zusammenbrechen. An dieser Bedingung scheitern die meisten Alternativen — nicht weil sie schlecht wären, sondern weil sie für eine andere Aufgabe gebaut sind.

Gehen wir sie der Reihe nach durch.

Kurz gesagt

Welche Geldanlage eignet sich für ein Kind?

Für ein Kind zu sparen stellt drei Bedingungen, die alles andere überschreiben: Es muss 18 Jahre durchhalten, es darf keine tägliche Aufmerksamkeit verlangen, und das Geld muss am Stichtag da sein — auch in Teilbeträgen.

Ein breit gestreuter ETF auf den weltweiten Aktienmarkt erfüllt als einzige der gängigen Sparformen alle drei. Er bündelt 1.000 bis 1.400 Unternehmen aus über 20 Industrieländern, passt sich über feste Indexregeln selbst an, ist börsentäglich in jedem Teilbetrag verfügbar und lag über 20-Jahres-Zeiträume historisch bei knapp 9 Prozent pro Jahr (Deutsches Aktieninstitut, Rendite-Dreieck).

Die Alternativen scheitern jeweils an einer anderen Bedingung: Sparbuch und Tagesgeld verlieren bei Zinsen unterhalb der Teuerungsrate real an Kaufkraft. Einzelaktien haben in 57,4 Prozent der Fälle über ihre Lebensdauer schlechter abgeschnitten als kurzlaufende Staatsanleihen (Bessembinder 2018). Bitcoin schwankt mit Rückgängen von 77 bis 93 Prozent zu stark für einen festen Termin. Und eine Immobilie lässt sich nicht in Teilen verkaufen.

Historische Daten sind kein verlässlicher Indikator für zukünftige Entwicklungen. Kapitalanlagen sind mit Risiken verbunden.

Der Korb

Was steckt eigentlich in so einem ETF?

Stellt euch einen Korb vor. Statt eine Firma auszuwählen, kauft ihr einen Anteil an allen darin — auf einmal, mit einer Überweisung im Monat.

Ein ETF auf den MSCI World enthält rund 1.400 Unternehmen aus 23 Industrieländern. Darin stecken die Firmen, deren Produkte in eurem Haushalt stehen — der Hersteller eures Handys, der Betreiber der Suchmaschine, der Konzern hinter der Zahnpasta, die Bank, bei der ihr das Konto habt. Nicht als Wette auf einen davon, sondern als Anteil an allen.

Was das für ein Kinderdepot bedeutet: Der Korb pflegt sich selbst. Keine Firma darin ist gross genug, um das Ergebnis allein zu bestimmen. Und weil die Zusammensetzung festen, öffentlich einsehbaren Regeln folgt, muss über 18 Jahre niemand entscheiden, wer drinbleibt.

Zusammensetzung und Länderzahl nach den Indexregeln von MSCI. Die genaue Anzahl der enthaltenen Unternehmen schwankt mit den regelmässigen Überprüfungen des Index.

Zum Ausprobieren

Was passiert, wenn eine Firma pleitegeht?

Genau das ist die Sorge, die Eltern uns am häufigsten nennen. Probier es aus: Klick links ein Unternehmen an — und schau, was im Korb passiert. Und was rechts passiert, wenn alles auf einer einzigen Firma liegt.

Dein Korb: rund 1.400 Unternehmen

Klick ein Unternehmen an und schau, was passiert.

Zum Vergleich: eine einzelne Aktie

Was du hier nicht siehst: Im Index wiegen große Unternehmen mehr als kleine — fällt einer der größten aus, fällt das stärker ins Gewicht als bei einem der hinteren. Aber es bleibt ein Teil des Korbs und nie das Ganze. Genau das ist der Unterschied zur Einzelaktie.

Unternehmen beispielhaft aus dem MSCI World. Die Zusammensetzung folgt öffentlich einsehbaren Indexregeln und ändert sich bei den regelmäßigen Überprüfungen.

Der Klassiker unter den Fehlern

Warum eine einzelne Aktie für 18 Jahre nicht taugt

Im Jahr 2000 war Nokia der grösste Handyhersteller der Welt. Am 20. Juni 2000 stand die Aktie bei 64,88 € — dem höchsten Stand ihrer Geschichte. Apple galt damals als Nischenanbieter, der wenige Jahre zuvor knapp an der Insolvenz vorbeigeschrammt war.

Wer damals die naheliegende, „sichere" Wahl treffen wollte, kaufte Nokia. Heute notiert die Aktie rund 80 Prozent unter diesem Höchststand, während Apple zu den wertvollsten Unternehmen der Welt gehört.

Der Punkt ist nicht, dass Nokia eine schlechte Firma war. Der Punkt ist, dass 2000 niemand zuverlässig sagen konnte, welche der beiden Firmen die nächsten 18 Jahre gewinnt — und dass man diese Entscheidung bei einem Kindersparplan gar nicht treffen muss. Ein Index enthält beide. Verliert ein Unternehmen an Bedeutung, fällt es nach öffentlich einsehbaren Regeln heraus, und das nächstgrössere rückt nach — ohne dass jemand eingreifen muss.

Kursdaten: boerse.de. Das Allzeithoch vom 20.06.2000 ist eindeutig belegt; für den Tageskurs weichen die Quellen voneinander ab, deshalb hier nur die Grössenordnung.

Der Vergleich

Welche fünf Wege gibt es, für ein Kind zu sparen?

Erst der Maßstab, dann das Ergebnis. Links steht, was ein Kindersparplan über 18 Jahre leisten muss. Rechts wählst du die Anlageform — und siehst, welche Punkte sie trifft.

Was ein Kindersparplan können muss

Die Häkchen wechseln mit der Anlageform, die du rechts wählst.

  1. Schlägt langfristig die Inflation Sonst ist am Ende weniger da, als hineingegangen ist.
  2. Ist am Stichtag planbar verfügbar Der 18. Geburtstag verschiebt sich nicht — und oft wird nur ein Teil gebraucht. Ohne Extra-Gebühren fürs Auszahlen.
  3. Lässt sich übergeben, wann ihr wollt Nicht der 18. Geburtstag entscheidet, sondern ihr — auch später, auch in Etappen.
  4. Ist steuerlich optimierbar Umschichten und Anpassen, ohne dass jedes Mal der Fiskus mitkassiert.

Sparbuch & Tagesgeld

Der deutsche Klassiker

1 von 4 erfüllt

Erfüllt drei von fünf Punkten — nur nicht den, auf den es über 18 Jahre ankommt.

  • Schlägt langfristig die Inflation: Liegen die Zinsen unter der Teuerungsrate, verliert das Guthaben real jedes Jahr an Kaufkraft. Der Betrag bleibt nominal gleich — kaufen kann er weniger.
  • Ist am Stichtag planbar verfügbar: Jederzeit verfügbar, in jedem Teilbetrag.
  • Lässt sich übergeben, wann ihr wollt: Läuft das Konto auf das Kind, geht die Verfügung am 18. Geburtstag automatisch über. Der Zeitpunkt steht im Gesetz, nicht in eurer Hand.
  • Ist steuerlich optimierbar: Zinsen sind Kapitalerträge. Über den Sparerpauschbetrag hinaus fällt Abgeltungsteuer an — bei den heutigen Zinsen selten das Hauptproblem.

Einlagensicherung: § 8 Einlagensicherungsgesetz (EinSiG).

Einzelaktien

Die eine gute Firma finden

1 von 4 erfüllt

Die Zahlen dazu sind eindeutiger, als die meisten erwarten — und sie sprechen nicht für den Versuch.

  • Schlägt langfristig die Inflation: 57,4 Prozent aller US-Aktien haben über ihre Lebensdauer schlechter abgeschnitten als kurzlaufende Staatsanleihen. Der gesamte Nettogewinn des Marktes geht auf die besten 4,3 Prozent zurück.
  • Ist am Stichtag planbar verfügbar: Börsentäglich handelbar, auch in Teilen.
  • Lässt sich übergeben, wann ihr wollt: Übertragbar ja, aber jede Übertragung ist ein eigener Vorgang — und läuft das Depot auf das Kind, entscheidet wieder der 18. Geburtstag.
  • Ist steuerlich optimierbar: Jeder Verkauf löst Steuer aus. Wer umschichtet, zahlt — und über 18 Jahre schichtet man um.

Hendrik Bessembinder, „Do Stocks Outperform Treasury Bills?“, Journal of Financial Economics 2018 — alle US-Aktien der CRSP-Datenbank seit 1926.

Bitcoin

Die große Wette

1 von 4 erfüllt

Die Rendite ist hier nicht das Problem. Der feste Fälligkeitstermin ist es.

  • Schlägt langfristig die Inflation: Historisch deutlich — aber mit Ausschlägen, die kein Sparziel mit festem Termin aushält.
  • Ist am Stichtag planbar verfügbar: Rückgänge von 77 bis 93 Prozent sind hier der Normalfall. Wer im Jahr eines Rückgangs das Geld fürs Studium braucht, hat kein Renditeproblem — ihm fehlen drei Viertel.
  • Lässt sich übergeben, wann ihr wollt: Die Übergabe hängt am Zugang zur Wallet. Wer den Schlüssel hat, hat das Vermögen — das ist keine geordnete Übergabe.
  • Ist steuerlich optimierbar: Nach einem Jahr Haltefrist steuerfrei — aber nur, wenn nicht umgeschichtet wird. Jede Bewegung startet die Frist neu.

Rückgänge vom jeweiligen Höchststand: −93 % (2011), −86 % (2015), −84 % (2018), −77 % (2022). Datenreihe Glassnode, „BTC Drawdown from ATH“.

Immobilie

Betongold

1 von 4 erfüllt

Für den Vermögensaufbau tragfähig. Als Kindersparplan scheitert sie am Stichtag.

  • Schlägt langfristig die Inflation: Über lange Zeiträume ja — das ist die Stärke dieser Anlageklasse.
  • Ist am Stichtag planbar verfügbar: Man kann kein Fenster verkaufen. Die durchschnittliche Vermarktungsdauer lag bei Eigentumswohnungen im dritten Quartal 2025 bei rund 65 Tagen, bei Häusern bis zum Notartermin eher bei 122.
  • Lässt sich übergeben, wann ihr wollt: Übertragbar, aber nur im Ganzen und mit Notar. Ein Teilbetrag zum Studienstart lässt sich nicht herauslösen.
  • Ist steuerlich optimierbar: Nach zehn Jahren steuerfrei veräusserbar — dafür fallen bei der Übertragung Grunderwerb- oder Schenkungsteuer an.

Vermarktungsdauer: CBRE-Auswertungen zum deutschen Wohnimmobilienmarkt, Quartalsdaten 2024/2025.

Breit gestreuter ETF

Der ganze Korb statt einer Wette

4 von 4 erfüllt

Der einzige Kandidat, der alle fünf Punkte trifft. Nicht weil er der aufregendste wäre, sondern weil er für genau diese Aufgabe gebaut ist.

  • Schlägt langfristig die Inflation: Über Zeiträume von 20 Jahren lag die durchschnittliche jährliche Rendite historisch bei knapp 9 Prozent; ab etwa 12 Jahren gab es in der Vergangenheit keinen Startzeitpunkt mit Verlust.
  • Ist am Stichtag planbar verfügbar: Börsentäglich verfügbar, in jedem Teilbetrag. Braucht dein Kind 15.000 Euro fürs Auslandssemester, entnimmst du 15.000 Euro.
  • Lässt sich übergeben, wann ihr wollt: In der Police läuft der Vertrag auf euch. Ihr bestimmt den Zeitpunkt — mit 18, mit 25 oder gestaffelt.
  • Ist steuerlich optimierbar: Innerhalb der Police lässt sich umschichten, ohne dass dabei Steuer anfällt. Besteuert wird erst, wenn Geld entnommen wird.

Deutsches Aktieninstitut, Rendite-Dreieck. Vergangenheitsbezogene Daten sind kein verlässlicher Indikator für zukünftige Entwicklungen.

Keine dieser Anlageformen ist schlecht. Sie sind für andere Aufgaben gebaut. Für diese Aufgabe — 18 Jahre, ohne Aufmerksamkeit, mit festem Termin — bleibt eine übrig.

Die Alternativen

Warum scheitern Sparbuch, Einzelaktien und Immobilien?

Vier Sparformen, vier unterschiedliche Gründe. Die Kernaussage steht jeweils da — die Begründung klappt auf, wenn du sie willst.

Sparbuch und Tagesgeld

Der Betrag auf dem Auszug bleibt gleich — was er kaufen kann, schrumpft jedes Jahr.

Nominal sicher heißt nicht real sicher

Auf dem Kontoauszug steht immer dieselbe Zahl, und genau das fühlt sich sicher an. Entscheidend ist aber nicht die Zahl, sondern was sie kaufen kann. Liegt der Zins unter der Teuerungsrate, verliert das Guthaben jedes Jahr real an Wert — lautlos, ohne dass irgendwo ein Minus auftaucht.

Eine Beispielrechnung mit runden Annahmen: Bei 1 Prozent Zins und 2 Prozent Inflation — dem Wert, den die Europäische Zentralbank für den Euroraum mittelfristig anstrebt — sind aus 10.000 Euro nach 10 Jahren real noch rund 9.060 Euro geworden. Nach 18 Jahren sind es etwa 8.380 Euro. Gut 16 Prozent Kaufkraft weg, ohne dass ein einziger Euro fehlt.

Für kurzfristiges Geld ist es genau das Richtige

Das ist keine rhetorische Beruhigung, sondern unsere ernst gemeinte Empfehlung: Was ihr in den nächsten ein bis zwei Jahren braucht — der Puffer für die kaputte Waschmaschine, die Rücklage für den Umzug — gehört auf ein Tagesgeldkonto und nirgendwo anders hin. Dort zählt Verfügbarkeit, nicht Rendite.

Die Frage ist nur, ob dieselbe Logik auch für Geld gilt, das erst in 18 Jahren gebraucht wird. Sie gilt nicht — die beiden Aufgaben sind gegensätzlich.

Und der Haken, den kaum jemand mitdenkt

Ein Kindersparbuch läuft in aller Regel auf den Namen des Kindes. Damit geht die volle Verfügung am 18. Geburtstag automatisch über — unabhängig davon, ob der Zeitpunkt passt. Das ist kein Detail, sondern der Punkt, an dem in unseren Gesprächen am häufigsten der Groschen fällt. Wir haben ihm eine eigene Seite gewidmet: Warum die Police die richtige Hülle ist.

Einzelaktien

57,4 Prozent aller Aktien haben über ihre Lebensdauer schlechter abgeschnitten als Staatsanleihen.

Vier Prozent der Aktien tragen den gesamten Gewinn

Hendrik Bessembinder hat für seine Studie „Do Stocks Outperform Treasury Bills?" jede einzelne US-Aktie seit 1926 untersucht. Sein Ergebnis: 57,4 Prozent aller Aktien haben über ihre Lebensdauer schlechter abgeschnitten als kurzlaufende Staatsanleihen — also schlechter als Zinsen aufs Konto. Der gesamte Nettogewinn des US-Aktienmarkts geht auf die besten 4,3 Prozent der Unternehmen zurück. Über die Hälfte des Gewinns stammt sogar von nur 0,33 Prozent — 90 Firmen von über 25.000.

Übersetzt heißt das: Wenn du blind eine Aktie ziehst, ist die wahrscheinlichste Entwicklung, dass du schlechter fährst als mit Zinsen. Du brauchst nicht nur ein gutes Unternehmen — du brauchst eines der wenigen außergewöhnlichen. Achtzehn Jahre im Voraus.

Und du müsstest es die ganze Zeit begleiten

Eine Einzelaktie ist kein Sparplan, sondern eine Position. Sie will beobachtet werden: Quartalszahlen, Bilanz, Verschuldung, Wettbewerb, Führungswechsel. Nokia war 1998 unangefochten. Kodak hatte das Patent auf die Digitalkamera. Beide waren gute Unternehmen — bis sie es nicht mehr waren, und zwar schneller, als die meisten Anleger nachgezogen haben.

Für ein Kinderdepot ist das die falsche Arbeitsteilung. Du willst dich um dein Kind kümmern, nicht um Quartalsberichte.

Und selbst gute Profis schaffen es selten

Das ist keine Frage von Amateur gegen Profi. Der SPIVA-Report von S&P Dow Jones misst genau das: 93 Prozent der aktiv gemanagten Eurozonen-Aktienfonds haben ihren Vergleichsindex über zehn Jahre nicht geschlagen. Bei deutschen Aktienfonds sind es 76 Prozent, bei Schwellenländerfonds 94 Prozent. Das sind ausgebildete Analystenteams mit Vollzeitzugang zu Daten, die du nie sehen wirst.

Wenn neun von zehn Profis den Index nicht schlagen — warum sollte man dann versuchen, ihn zu schlagen, statt ihn einfach zu kaufen?

Bitcoin

Rückgänge von 77 bis 93 Prozent sind hier der Normalfall. Der 18. Geburtstag verschiebt sich nicht.

Rückgänge von 70 bis 90 Prozent sind hier normal, nicht außergewöhnlich

Ein Blick auf die vier großen Abwärtsphasen: −93 Prozent (2011), −86 Prozent (2015), −84 Prozent (2018), −77 Prozent (2022). Vom Hoch bei rund 69.000 US-Dollar im November 2021 ging es bis Ende 2022 auf etwa 15.500 US-Dollar zurück.

Rechne das auf eine Familie: Wer 15 Jahre gespart hat und das Geld für das Studium seiner Tochter im Jahr des Rückgangs braucht, hat kein Renditeproblem — er hat drei Viertel des Ersparten. Und im Gegensatz zu einem Anleger kann er nicht warten, bis es sich erholt. Der 18. Geburtstag verschiebt sich nicht.

Es fehlt der Anker

Hinter einem breit gestreuten Aktien-ETF stehen Unternehmen, die Produkte verkaufen, Gewinne machen und Dividenden ausschütten. Man kann streiten, ob eine Firma zu teuer bewertet ist — aber es gibt einen Umsatz, an dem man das misst. Der Preis von Bitcoin ergibt sich vollständig daraus, was der Nächste zu zahlen bereit ist. Das kann sehr lange sehr gut gehen. Es ist nur keine Grundlage für eine Verpflichtung mit festem Fälligkeitsdatum.

Und es wäre ein Nebenjob

Verwahrung, Schlüssel, Börsenauswahl, steuerliche Behandlung, Nachrichtenlage: Krypto verlangt Aufmerksamkeit. Der ganze Sinn eines Kindersparplans ist, dass er 18 Jahre lang ohne Aufmerksamkeit funktioniert.

Immobilie

Man kann kein Fenster verkaufen — und selbst der ganze Verkauf dauert 65 bis 122 Tage.

Man kann sie nicht in Stücken verkaufen

Dein Kind braucht mit 18 vielleicht 15.000 Euro für ein Auslandssemester. Aus einem ETF-Sparplan entnimmst du 15.000 Euro. Aus einer Wohnung entnimmst du sie nicht — du kannst nicht ein Fenster verkaufen. Du kannst nur alles verkaufen oder nichts. Und die Alternative, ein Kredit auf die Immobilie, macht aus einer Vorsorge eine neue Verbindlichkeit.

Und selbst „alles verkaufen" dauert

Nach Auswertungen von CBRE lag die durchschnittliche Vermarktungsdauer für Eigentumswohnungen in Deutschland im dritten Quartal 2025 bei rund 65 Tagen — und im zweiten Quartal 2024 noch bei über 90 Tagen. Bei Häusern sind es bis zum Notartermin eher etwa 122 Tage. Das ist der Normalfall in einem funktionierenden Markt, ohne Preisdruck.

Ein Semesterbeitrag ist in drei Monaten fällig, nicht in vier bis sechs. Und wer unter Zeitdruck verkauft, verkauft schlecht — das ist die teuerste Art, an das eigene Geld zu kommen.

Dazu kommt der Aufwand, den niemand einrechnet

Mieterwechsel, Instandhaltung, Eigentümerversammlung, Nebenkostenabrechnung, Handwerkersuche. Eine Immobilie ist eine Nebentätigkeit. Für viele Familien ist sie das wert — aber sie ist etwas anderes als ein Sparplan, der im Hintergrund läuft.

Und das Klumpenrisiko

Eine Wohnung ist ein Objekt, in einer Stadt, in einem Land, in einer Konjunktur. Das ist dieselbe Wette wie eine Einzelaktie, nur mit mehr Papierkram. Ein weltweiter ETF verteilt genau dieses Risiko auf tausende Unternehmen in dutzenden Ländern.

Die Lösung

Was ist ein ETF — und warum passt er für ein Kind?

Ein ETF (Exchange Traded Fund) ist ein börsengehandelter Indexfonds. Er versucht nicht, den Markt zu schlagen. Er bildet ihn ab.

Der Korb

Stell dir einen großen Korb vor. In diesem Korb liegen die 1.000 bis 1.400 größten Unternehmen der Welt — Firmen, die deine Familie jeden Tag benutzt: Amazon, Apple, Coca-Cola, Nestlé, Siemens. Mit einem ETF kaufst du nicht eine dieser Aktien. Du kaufst den ganzen Korb, in einem Schritt, mit einem Betrag ab wenigen Euro.

Der Korb heilt sich selbst

Das ist der Teil, den viele unterschätzen. Ein Index ist keine feste Liste. Verliert ein Unternehmen an Bedeutung, fällt es nach festen, öffentlich einsehbaren Regeln heraus, und das nächstgrößere rückt nach — automatisch, ohne dass jemand eine Entscheidung treffen muss. Du musst nicht erkennen, welche Firma in zehn Jahren wichtig ist. Der Index zieht selbst nach.

Deshalb ist die Zeit der eigentliche Hebel

Das Deutsche Aktieninstitut veröffentlicht seit Jahrzehnten das sogenannte Rendite-Dreieck für den deutschen Aktienmarkt. Der zentrale Befund daraus: Über Anlagezeiträume von 20 Jahren lag die durchschnittliche jährliche Rendite historisch bei knapp 9 Prozent — und über Zeiträume ab etwa 12 Jahren gab es in der Vergangenheit keinen einzigen Startzeitpunkt mit Verlust. Nicht weil Aktien sicher wären, sondern weil Länge Schwankung ausgleicht.

Beim Kindersparen habt ihr diese Länge geschenkt bekommen. Von der Geburt bis zur Volljährigkeit sind es 18 Jahre, bis zum Berufseinstieg eher 25. Wer diese Zeit nicht nutzt, verschenkt den einzigen Vorteil, den man beim Sparen nicht kaufen kann.

Die Kosten sind das Einzige, was vorher feststeht

Niemand kennt die Rendite der nächsten 18 Jahre. Die laufenden Kosten dagegen stehen fest und werden jedes Jahr abgezogen, egal wie die Märkte laufen. Ein ETF bildet einen Index nach, statt ein Analystenteam zu bezahlen — deshalb liegen seine laufenden Kosten deutlich unter denen klassischer aktiv gemanagter Fonds. Über 18 Jahre ist das kein Detail, sondern einer der wenigen Punkte, an denen ihr die Endsumme verlässlich beeinflussen könnt.

Sondervermögen: Der Fonds ist vom Anbieter getrennt

Ein oft übersehener Punkt, gerade bei Familien aus Ländern mit weniger stabilen Finanzsystemen: Das Vermögen eines ETF wird von einer Verwahrstelle getrennt vom eigenen Vermögen der Fondsgesellschaft gehalten und gehört bei deren Insolvenz nicht zur Insolvenzmasse. Dieses Trennungsprinzip gilt EU-weit für alle UCITS-Fonds — und unsere ETFs sind UCITS-Fonds.

Wem die Anteile gehören, hängt allerdings von der Hülle ab. Im eigenen Depot gehören sie dir direkt. In einer ETF-Police hält der Versicherer die Anteile. Du hast einen Anspruch aus dem Versicherungsvertrag gegen ihn — aber keinen direkten Anspruch gegen Fondsgesellschaft oder Verwahrstelle. Abgesichert ist das über den Anlagestock, eine selbstständige Abteilung innerhalb des Sicherungsvermögens (§ 125 Abs. 5 VAG), aus der im Insolvenzfall zuerst die Ansprüche der Versicherungsnehmer bedient werden, und über den Sicherungsfonds Protektor, der auch fondsgebundene Bestände übernimmt. Beide Wege sind also vom Anbieterrisiko getrennt — nur über unterschiedliche Mechanismen. Wie das bei der Police im Einzelnen funktioniert.

~ 1.400

Unternehmen in einem Korb

geht eine Firma unter, rückt die nächste nach

9,7 %

Rendite pro Jahr — historisch*

MSCI World über Jahrzehnte — keine Garantie

0

Aufwand im Alltag

der Korb pflegt sich nach festen Indexregeln selbst

*Ø-Rendite des MSCI World über Jahrzehnte. Historische Daten sind kein verlässlicher Indikator für zukünftige Entwicklungen — wie wir rechnen.

Zeit schlägt Timing

Was wäre gewesen, wenn du im schlechtesten Moment eingestiegen wärst?

Die häufigste Sorge im Erstgespräch ist nicht die Rendite, sondern der Zeitpunkt: Was, wenn wir ausgerechnet jetzt anfangen und es geht bergab?

Probier es aus. Schieb den Regler auf das Jahr, in dem du eingestiegen wärst, und schau, was aus 100 Euro im Monat bis heute geworden wäre — auch aus dem Januar 2000, unmittelbar vor dem Platzen der Dotcom-Blase.

2000
Direkt zu:
Eingezahlt
30.000 €
Wert Ende 2025
130.259 €
Rendite pro Jahr
10,3 %
25 Jahre gespart
Wert des Sparplans Eingezahlt

Die Jahre, in denen die grüne Kurve unter der Einzahlungslinie liegt, sind echt — und sie waren lang. Wer im Jahr 2000 angefangen hat, lag über ein Jahrzehnt hinweg zeitweise im Minus.

Und am Ende steht trotzdem ein Plus. Nicht wegen des Einstiegs, sondern trotz ihm. Genau deshalb ist ein Kindersparplan die eine Anlage, bei der der Zeitpunkt am wenigsten zählt — die 18 Jahre habt ihr geschenkt bekommen.

Dieselben Zahlen zum Nachlesen — Sparbeginn 2000, 100 € pro Monat.
Bis Ende Eingezahlt Wert Rendite pro Jahr
2005 6.000 € 7.360 € 8,1 %
2010 12.000 € 14.270 € 3,4 %
2015 18.000 € 34.835 € 8,3 %
2020 24.000 € 64.346 € 9 %
2025 30.000 € 130.259 € 10,3 %

Quelle: Deutsches Aktieninstitut, MSCI World-Rendite-Dreieck für die monatliche Geldanlage, Stand 31.12.2025 (Daten: MSCI Inc.). Gerechnet wird mit der Bruttovariante des Index und ohne Kosten — deshalb liegen diese Werte über den 9,7 Prozent, mit denen wir an anderer Stelle hochrechnen. Vergangenheitsbezogene Daten sind kein verlässlicher Indikator für die zukünftige Wertentwicklung.

Beispielhafte Modellrechnung mit einer angenommenen, gleichbleibenden Wertentwicklung. Sie ist keine Prognose und keine Zusage. Historische Daten sind kein verlässlicher Indikator für zukünftige Entwicklungen. Kapitalanlagen sind mit Risiken verbunden.

Zum Ausprobieren

Wie lange hättest du halten müssen?

Das Jahr 2000 war ein einzelner Startzeitpunkt. Die naheliegende Rückfrage lautet: War das ein Sonderfall?

Hier siehst du alle auf einmal. Der Regler stellt die Haltedauer ein — darunter steht jeder Sparbeginn, den es dafür in den Daten gibt. Grün heißt: am Ende ein Plus. Rot heißt: am Ende ein Minus. Schieb einmal von 1 Jahr nach oben.

18 Jahre

Kein einziger Startzeitpunkt endete im Minus — alle 8 lagen im Plus.

2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007
Schlechtester Start
7,4 %

Sparbeginn 2000

Mittlerer Start
10,3 %

die Hälfte lag darüber, die Hälfte darunter

Bester Start
12,5 %

8 mögliche Startjahre in den Daten

Ab zehn Jahren ist kein Kästchen mehr rot. Bei 18 Jahren — der Zeit, die ihr für euer Kind ohnehin habt — lag selbst der schlechteste denkbare Start noch bei gut 7 % pro Jahr.

Zwei Dinge gehören dazu, damit die Zahl ehrlich bleibt: Je länger die Haltedauer, desto weniger Startjahre passen in den Datenraum — die Fallzahl steht deshalb immer daneben. Und die Vergangenheit ist kein Versprechen für die Zukunft.

Deutsches Aktieninstitut, MSCI World-Rendite-Dreieck für die monatliche Geldanlage, Stand 31.12.2025. Bruttovariante des Index, ohne Produkt- und Ordergebühren — deshalb liegen die Werte über den 9,7 %, mit denen wir an anderer Stelle hochrechnen.

Und jetzt mit euren Zahlen

Sparrate und Alter eures Kindes einstellen — die Rechnung passt sich sofort an.
Alter Eingezahlter Betrag Bank / Berater ETF4Kids
18
25
35
Eingezahlter Betrag
Kapital mit Bank/klassischem Finanzberater (2%)
Kapital mit ETF4Kids (9,7%)

Beispielhafte Modellrechnung mit einer angenommenen, gleichbleibenden Wertentwicklung. Sie ist keine Prognose und keine Zusage. Historische Daten sind kein verlässlicher Indikator für zukünftige Entwicklungen. Kapitalanlagen sind mit Risiken verbunden.

Ihr habt gerechnet. Jetzt der ehrliche Teil.

Jeder Rechner nimmt an, dass es gleichmässig nach oben geht — das tut es nie. Im Klarheitsgespräch rechnen wir mit eurer vollständigen Situation, eurem Zeitpunkt und dem Szenario, in dem es sich nicht lohnt. Kostenlos und unverbindlich.

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Wer das hier schreibt

Wir sind zugelassene Vermittler — und Eltern

ETF4Kids ist eine Finanz- und Versicherungsvermittlung aus Stuttgart mit Erlaubnis nach § 34d, § 34f und § 34i GewO, beaufsichtigt von der IHK Region Stuttgart. Wir haben keine eigenen Produkte und sind gesetzlich verpflichtet, in eurem Interesse zu beraten.

Die Seite, die du gerade liest, stammt von Nabil Khan (M.Sc. Economics and Finance) und Erol Eren (B.Sc. Wirtschaftswissenschaften), beide Gründer und Geschäftsführer.

1800 Familien haben wir bereits begleitet.
3078 Kindern haben wir eine Struktur aufgebaut.
5 Sterne auf Google, aus echten Bewertungen.

Quellen

  • Einzelaktien-Verteilung: Hendrik Bessembinder, Do Stocks Outperform Treasury Bills?, Journal of Financial Economics 2018 (Arizona State University). Untersucht alle US-Aktien der CRSP-Datenbank seit 1926.
  • Aktiv gemanagte Fonds vs. Index: S&P Dow Jones Indices, SPIVA Europe Scorecard. Halbjährlich veröffentlicht, misst aktive Fonds gegen ihren jeweiligen Vergleichsindex.
  • Bitcoin-Rückgänge: Glassnode-Zeitreihe „BTC Drawdown from ATH"; Kursdaten zum Hoch November 2021 (~69.000 USD) und Tief 2022 (~15.500 USD).
  • Vermarktungsdauer Immobilien: CBRE-Auswertungen zum deutschen Wohnimmobilienmarkt, Quartalsdaten 2024/2025.
  • Langfristige Aktienrenditen: Deutsches Aktieninstitut, DAX-Rendite-Dreieck, jährlich aktualisiert.
  • Sparplan-Renditen im Einstiegs-Simulator: Deutsches Aktieninstitut, Das MSCI World-Rendite-Dreieck für die monatliche Geldanlage, Stand 31.12.2025 (Daten: MSCI Inc.). Gerechnet mit der Bruttovariante des Index und ohne Kosten.
  • Führerscheinkosten: ADAC-Vergleichsdaten und Erhebungen des Fahrlehrerverbands.

Risikohinweis: Historische Daten sind kein verlässlicher Indikator für zukünftige Entwicklungen. Kapitalanlagen sind mit Risiken verbunden. Diese Seite ist eine allgemeine Information und ersetzt keine auf eure persönliche Situation zugeschnittene Beratung.

Häufige Fragen zum ETF

Was passiert, wenn Unternehmen im Index pleitegehen?

Sie werden nach festen Regeln aus dem Index entfernt und durch das nächste Unternehmen ersetzt. Für dich passiert dabei nichts — kein Verkauf, keine Entscheidung, keine Steuer. Der Korb pflegt sich selbst.

Ist ein ETF nicht auch riskant? Aktien schwanken doch.

Ja, ein ETF schwankt. Der Unterschied ist die Art des Risikos: Bei einer Einzelaktie kann der Wert dauerhaft auf null gehen, weil ein Unternehmen verschwindet. Ein breiter Index kann das nicht — dafür müssten die 1.400 größten Unternehmen der Welt gleichzeitig verschwinden. Was bleibt, ist Schwankung. Und Schwankung ist ein Problem der kurzen Frist, nicht der langen.

Wie viel muss ich monatlich sparen?

Weniger, als die meisten denken — und das ist die falsche erste Frage. Entscheidend ist die Laufzeit: Ein kleiner Betrag über 18 Jahre schlägt einen deutlich größeren über fünf. Die richtige erste Frage lautet: Wann fangen wir an?

Kann ich das nicht einfach selbst machen?

Den ETF auszuwählen ist der einfachere Teil. Die Frage, die über das Ergebnis entscheidet, kommt davor: in welcher Struktur gespart wird, auf wessen Namen, mit welchem Zugriff und was mit 18 passiert. Genau dafür ist das Klarheitsgespräch da.

Ab welchem Alter lohnt sich ein ETF-Sparplan fürs Kind?

Je früher, desto besser — aber nicht aus dem Grund, den die meisten vermuten. Es geht weniger um Rendite als um Länge: Über Zeiträume ab etwa zwölf Jahren gab es historisch keinen Startzeitpunkt, der mit Verlust endete (Deutsches Aktieninstitut, Rendite-Dreieck). Wer bei der Geburt anfängt, hat diese Länge sicher. Wer mit zehn anfängt, hat sie knapp. Wer mit fünfzehn anfängt, sollte über eine andere Struktur nachdenken — dann liegt der Stichtag zu nah an der Schwankung. Genau das rechnen wir mit dem tatsächlichen Alter eures Kindes durch.

Welcher ETF eignet sich für ein Kind?

Die Frage ist kleiner, als sie wirkt. Drei Eigenschaften entscheiden: möglichst breite Streuung (ein weltweiter Index statt einer Branche oder eines Landes), niedrige laufende Kosten und thesaurierend — Ausschüttungen werden automatisch wieder angelegt, statt auf einem Konto liegen zu bleiben.

Ob der konkrete ETF dann von iShares, Vanguard oder einem anderen Anbieter kommt, ändert am Ergebnis erstaunlich wenig. Deutlich wichtiger als die Auswahl des ETFs ist die Hülle, in der er läuft — darum geht es auf der Seite Warum die Police die richtige Hülle ist.

Was ist besser: Sparbuch oder ETF für Kinder?

Sie lösen unterschiedliche Aufgaben, deshalb ist „besser" die falsche Frage. Auf ein Sparbuch oder Tagesgeldkonto gehört das Geld, das in den nächsten ein bis zwei Jahren gebraucht wird — dort zählt Verfügbarkeit.

Für einen Zeitraum von 18 Jahren ist es die falsche Wahl: Liegt der Zins unter der Teuerungsrate, verliert das Guthaben real. Bei 1 Prozent Zins und 2 Prozent Inflation sind das über 18 Jahre rund 16 Prozent weniger Kaufkraft — der Betrag auf dem Auszug bleibt gleich, kaufen kann er weniger.

Was passiert mit dem Sparplan, wenn mein Kind 18 wird?

Das hängt nicht am ETF, sondern daran, auf wessen Namen der Vertrag läuft. Läuft er auf das Kind — wie bei einem Junior-Depot oder Kindersparbuch üblich — geht die volle Verfügung am 18. Geburtstag automatisch über, ob der Moment passt oder nicht. Läuft er auf euch, entscheidet ihr, wann ihr übergebt.

Das ist der größte Unterschied zwischen den Sparformen und der Grund für eine eigene Seite: Warum die Police die richtige Hülle ist.

Wie viel wird aus 100 Euro im Monat bis zum 18. Geburtstag?

Eingezahlt werden über 18 Jahre 21.600 Euro. Was daraus wird, hängt von der Wertentwicklung ab und lässt sich niemandem zusagen.

Zur Einordnung eine Beispielrechnung: Mit einer angenommenen, gleichbleibenden Bruttorendite von 9,7 Prozent pro Jahr (Quelle: Finanztip, MSCI World netto auf Eurobasis, Zeitraum 1975–2024) und nach den echten Tarifkosten stehen im Modell rund 45.000 Euro. Eine Rechnung, die die Kosten weglässt, käme auf etwa 58.500 Euro — diesen Unterschied zeigen wir auf der Police-Seite offen.

Beispielhafte Modellrechnung, keine Prognose und keine Zusage. Historische Daten sind kein verlässlicher Indikator für zukünftige Entwicklungen.

Was ist der Unterschied zwischen einem ETF und einem Fonds?

Ein ETF ist ein Fonds — nur einer, der keinen Manager bezahlt, der Aktien auswählt. Er bildet stattdessen einen Index nach, also eine öffentlich einsehbare Liste mit festen Regeln. Das macht ihn deutlich günstiger.

Und es ist der Grund, warum er langfristig meist vorn liegt: Nach Kosten schlagen die wenigsten aktiv gemanagten Fonds ihren Vergleichsindex über lange Zeiträume (S&P Dow Jones Indices, SPIVA Europe Scorecard). Beides sind übrigens Sondervermögen: Das Fondsvermögen wird getrennt vom Vermögen der Fondsgesellschaft verwahrt und fällt bei deren Insolvenz nicht in die Masse.

Der Grundstein

Wofür ist das Geld später da?

Für alles, was dann ansteht. Ein Sparplan bindet das Kapital an keinen Zweck: Es kann Ausbildung oder Auslandssemester sein, Eigenkapital für die erste Immobilie — oder der Grundstock einer Altersvorsorge, die Jahrzehnte früher startet als bei den Eltern. Diese Wahlfreiheit ist der eigentliche Wert, und sie verlangt zwei Dinge: jederzeit verfügbar und zum selbst gewählten Zeitpunkt übergebbar.

Der letzte Punkt gewinnt an Gewicht. Bundeskanzler Friedrich Merz sagte am 20. April 2026 beim Jubiläumsempfang des Bankenverbands: „Die gesetzliche Rentenversicherung allein wird allenfalls noch die Basisabsicherung sein für das Alter." Er forderte kapitalgedeckte betriebliche und private Vorsorge in „weit grösserem Umfang".

Das war eine Aussage zur Rentenpolitik, nicht zum Kindersparen — aber sie beschreibt die Lage, in die euer Kind hineinwächst. Wer heute anlegt, baut genau die Säule auf, von der dort die Rede ist. Mit dem Unterschied, dass 18 Jahre Vorsprung nicht nachkaufbar sind.

Zitat: Friedrich Merz, Jubiläumsempfang des Bankenverbands, Berlin, 20. April 2026, wiedergegeben nach t-online.

Der ETF ist der Motor. Jetzt kommt die Hülle.

Welcher ETF es wird, ist am Ende die kleinere Frage. Die größere ist, in welcher Form ihr ihn haltet — denn davon hängen Steuern, Flexibilität und die Kontrolle über das Kapital ab.

In welcher Form? Warum die Police die Kontrolle sichert
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