Wie wir rechnen — und woran wir verdienen
Jede Zahl auf dieser Webseite mit ihrer Herleitung
- Alle Annahmen offengelegt — nachrechenbar, nicht behauptet
- Zwei Renditeszenarien statt einem Wunschwert
- Ab wann mehr im Vertrag liegt, als ihr eingezahlt habt
Woran erkennt man eine ehrliche Finanzberatung?
An drei Dingen, die überprüfbar sind. Erstens: Die Annahmen stehen dabei. Eine Hochrechnung ohne Renditeannahme, Laufzeit und Kostenmodell ist keine Rechnung, sondern eine Zahl. Zweitens: Die Kosten stehen vor dem Abschluss auf dem Tisch — auch die aus der Startphase. Bei 100 € im Monat stehen am Ende des ersten Jahres 911 € im Vertrag statt 1.200 €, weil die Abschlusskosten auf die ersten fünf Jahre vorgezogen sind. Drittens: Die Vergütung ist benannt. Wir werden vom Produktanbieter vergütet, nicht von euch.
Diese Seite macht alle drei Punkte für unsere eigenen Zahlen nach. Die Rechenwerte stammen aus demselben Code, der auch die Rechner auf dieser Webseite antreibt.
Historische Daten sind kein verlässlicher Indikator für zukünftige Entwicklungen. Kapitalanlagen sind mit Risiken verbunden.
Mit welchen Annahmen rechnen wir?
Ohne diese Angaben ist jede Hochrechnung wertlos. Deshalb stehen sie hier vollständig — und zwar bevor die Ergebnisse kommen.
- Sparrate: 150 € pro Monat
- Alter des Kindes bei Start: 0 Jahre
- Laufzeit: 18 Jahre
- Renditeannahme: zwei Szenarien, 9,7 % und 6,0 % pro Jahr, jeweils vor Kosten
- Kostenmodell: laufende ETF-Kosten 0,4 % p. a., Verwaltungskosten 6,3 % auf den Jahresbeitrag, Stückkosten 24 € p. a., Abschlusskosten auf die ersten fünf Jahre vorgezogen
- Quelle des Kostenmodells: Tarifwerk Alte Leipziger, Stand 10.12.2025 — dieselbe Rechnung, die wir im Gespräch zeigen
Was diese Rechnung nicht abbildet: eure persönliche Steuersituation, Beitragsanpassungen im Verlauf und Entnahmen. Das lässt sich seriös nur im Einzelfall rechnen.
Was kommt bei diesen Annahmen heraus?
Beide Szenarien, nebeneinander. Eingezahlt werden in allen Fällen dieselben 32.400 €.
| Variante | Nach 18 Jahren |
|---|---|
| Sparbuch (0,1 % p. a.) | 32.695 € |
| ETF4Kids-Police, Szenario 6,0 % | 46.870 € |
| ETF4Kids-Police, Szenario 9,7 % | 68.166 € |
Warum unsere Zahl kleiner ist als bei vielen Vergleichsrechnern. Rechnet man dieselben 9,7 % ohne Kosten, kommen 87.763 € heraus — so rechnen viele Rechner im Netz. Die Differenz von rund 19.600 € ist genau das, was Kosten über 18 Jahre ausmachen. Wir zeigen lieber die kleinere Zahl, die stimmt.
Beispielhafte Modellrechnung mit gleichbleibender Wertentwicklung. Keine Prognose und keine Zusage.
Warum rechnen wir mit 9,7 Prozent?
Weil es die langfristige Durchschnittsrendite des MSCI World ist, wie sie unter anderem Finanztip für lange Anlagezeiträume ausweist. Sie ist kein Wunschwert, sondern ein historischer Mittelwert über Jahrzehnte — einschliesslich aller Krisen darin.
Trotzdem zeigen wir daneben 6,0 %. Denn eine historische Durchschnittsrendite sagt nichts über die nächsten 18 Jahre. Wer nur mit der höheren Zahl plant, hat keinen Puffer. Im 6-Prozent-Szenario bleiben aus 32.400 € eingezahlt 46.870 € — auch das ist ein Ergebnis, mit dem sich planen lässt.
Wenn euch jemand eine einzelne Zahl nennt, ohne zu sagen, woher sie kommt und was passiert, wenn es schlechter läuft: fragt nach.
Rechnet es mit euren eigenen Zahlen nach
Sparrate und Alter ändern — die Rechnung passt sich an.| Alter | Eingezahlter Betrag | Bank / Berater | ETF4Kids |
|---|---|---|---|
| 18 | |||
| 25 | |||
| 35 |
Beispielhafte Modellrechnung mit einer angenommenen, gleichbleibenden Wertentwicklung. Sie ist keine Prognose und keine Zusage. Historische Daten sind kein verlässlicher Indikator für zukünftige Entwicklungen. Kapitalanlagen sind mit Risiken verbunden.
Ab wann liegt mehr im Vertrag, als ihr eingezahlt habt?
In den ersten fünf Jahren sind die Abschlusskosten vorgezogen. In dieser Startphase steht deshalb weniger im Vertrag, als ihr eingezahlt habt. Ab dem sechsten Jahr fallen diese Kosten um rund 90 %, und das Kapital holt die Einzahlungen ein. Beide Phasen gehören zusammen — deshalb zeigen wir sie zusammen.
| Nach | Eingezahlt | Im Vertrag | Differenz |
|---|---|---|---|
| 1 Jahr | 1.200 € | 911 € | −289 € |
| 2 Jahren | 2.400 € | 1.907 € | −493 € |
| 3 Jahren | 3.600 € | 2.995 € | −605 € |
| 5 Jahren | 6.000 € | 5.484 € | −516 € |
| 6 Jahren | 7.200 € | 7.175 € | −25 € |
| 10 Jahren | 12.000 € | 15.664 € | +3.664 € |
Bei 100 € im Monat. Die Abschlusskosten sind auf die ersten fünf Jahre verteilt. Ab dem sechsten Jahr fallen sie um rund 90 %, und am Ende des sechsten Jahres liegt das Kapital gleichauf mit den Einzahlungen — ab da arbeitet der Zinseszins für euch, wie die letzte Zeile zeigt.
Wie ihr die Startphase einordnet: Sie ist der Preis dafür, dass ihr langfristig plant. Deshalb gehen wir sie im Strategiegespräch an euren eigenen Zahlen durch, bevor ihr etwas unterschreibt. Ein Depot hat diese Phase nicht — dafür kostet dort jedes Umschichten Steuern, und den Übergabezeitpunkt bestimmt ihr nicht. Was für euch günstiger ist, hängt an eurem Zeitraum.
Deshalb gilt bei uns: Wer damit rechnet, nach drei Jahren auszusteigen, ist mit einem Depot besser bedient — und das sagen wir im Gespräch auch so.
Warum dann nicht einfach ein Depot?
Wir vermitteln auch ETF-Depots. Für das Geld eures Kindes empfehlen wir sie in der Regel trotzdem nicht. Nicht, weil uns der letzte Renditepunkt egal wäre, sondern weil er nicht die entscheidende Frage ist. Entscheidend ist, dass das Geld richtig eingesetzt wird: dass es bis zur Übergabe zusammenbleibt, dass ihr den Zeitpunkt bestimmt und dass ein Fondswechsel unterwegs keine Steuern kostet. Wo ein Depot die bessere Lösung ist — etwa bei kurzen Zeiträumen oder für euer eigenes Vermögen — sagen wir das im Gespräch und richten es ein.
Wie verdienen wir Geld?
Wir werden vom Produktanbieter vergütet, nicht von euch. Für die Beratung stellen wir keine Rechnung, und es entstehen euch dadurch keine zusätzlichen Kosten — die Vergütung ist Bestandteil der Produktkosten, die oben offengelegt sind.
Der Interessenkonflikt, der darin steckt, ist real und wir tun nicht so, als gäbe es ihn nicht: Wer über ein Produkt vergütet wird, hat ein Interesse daran, dass es zustande kommt. Was wir dagegensetzen können, sind überprüfbare Dinge — die Kosten liegen vor dem Abschluss auf dem Tisch, wir sagen, wann sich ein Produkt nicht lohnt, und wir sind nach § 34d, § 34f und § 34i GewO zugelassen und stehen unter Aufsicht der IHK Region Stuttgart.
Was passiert mit dem Geld, wenn jemand pleitegeht?
Auf den Produktseiten steht die kurze Fassung. Hier steht die lange — mit den Einschränkungen, die dazugehören.
Drei Ebenen können ausfallen, und für jede gilt etwas anderes.
1. Die Fondsgesellschaft fällt aus
Das Fondsvermögen wird von einer Verwahrstelle gehalten, getrennt vom eigenen Vermögen der Fondsgesellschaft. Geht sie insolvent, fällt das Fondsvermögen nicht in ihre Insolvenzmasse. Dieses Trennungsprinzip ist EU-weit über die OGAW-Richtlinie harmonisiert und gilt für alle UCITS-Fonds.
Warum wir hier nicht „Sondervermögen nach § 92 KAGB" schreiben: Diese Vorschrift gilt für inländische, also deutsche Investmentvermögen. Der ETF, mit dem wir rechnen — der iShares Core MSCI World, ISIN IE00B4L5Y983 — ist ein irischer UCITS. Der Schutz besteht, die deutsche Norm ist dafür aber nicht die richtige Grundlage. Viele Anbieter zitieren sie trotzdem.
2. Der Versicherer fällt aus
Wichtig zu wissen, weil es oft verkürzt dargestellt wird: Bei einer fondsgebundenen Police hält der Versicherer die Fondsanteile, nicht ihr. Ihr habt einen Anspruch gegen den Versicherer, dessen Höhe sich nach dem Wert der Anteile richtet.
Deshalb zählt die zweite Ebene: Die Anlagen fondsgebundener Verträge liegen im Anlagestock, einer eigenständigen Abteilung innerhalb des Sicherungsvermögens (§ 125 Abs. 5 VAG). Daraus werden im Insolvenzfall zuerst die Versicherungsnehmer bedient.
3. Auch das reicht nicht
Dann greift Protektor, der Sicherungsfonds der deutschen Lebensversicherer. Er übernimmt die Verträge eines ausgefallenen Versicherers und führt sie weiter.
Die Einschränkung, die dazugehört: Protektor gilt für Lebensversicherer mit Sitz in Deutschland. Policen aus Liechtenstein oder Luxemburg — bei ETF-Policen nicht unüblich — fallen nicht darunter. Wir vermitteln ausschließlich Versicherer mit deutschem Sitz. Fragt im Gespräch trotzdem danach; ihr solltet die Antwort von jedem hören, der euch etwas anbietet.
Diese Darstellung erklärt die Mechanik, sie ersetzt keine Rechtsberatung. Maßgeblich sind die Bedingungen des jeweiligen Vertrags und die gesetzlichen Vorschriften in ihrer geltenden Fassung.
Was wir nicht tun
- Keine Renditeversprechen. Wir zeigen Modellrechnungen mit offengelegten Annahmen. Niemand kennt die Rendite der nächsten 18 Jahre.
- Keine Steuerberatung. Wir erklären, wie die Besteuerung grundsätzlich funktioniert. Ob in eurem Fall eine Nichtveranlagungsbescheinigung sinnvoll ist, gehört zum Steuerberater.
- Keine Rechtsberatung zu Erb-, Familien- oder Sozialrecht.
- Kein Abschluss im Erstgespräch. Das Klarheitsgespräch dient dazu, eure Lage zu sortieren.
- Keine Produkte, die wir selbst nicht erklären können. Wenn wir eine Konstruktion nicht in drei Sätzen verständlich machen können, vermitteln wir sie nicht.
Wo unsere Aussagen aufhören
Alle Zahlen auf dieser Webseite sind Modellrechnungen mit gleichbleibend angenommener Wertentwicklung. Sie sind weder Prognose noch Zusage. Historische Daten sind kein verlässlicher Indikator für zukünftige Entwicklungen, und Kapitalanlagen sind mit Risiken bis zum Totalverlust verbunden.
Die Bewertungen, die wir zeigen, stammen von Google und ProvenExpert. Eine formale Echtheitsprüfung im Sinne des § 5b Abs. 3 UWG führen wir nicht selbst durch — die Plattformen verantworten ihre eigenen Verfahren.
Diese Seite ersetzt keine Beratung im Einzelfall. Sie soll nachvollziehbar machen, wie wir zu unseren Zahlen kommen.
Häufige Fragen zu Kosten und Vergütung
Kostet die Beratung bei ETF4Kids etwas?
Nein. Wir werden vom Produktanbieter vergütet, nicht von euch. Es entstehen keine zusätzlichen oder versteckten Kosten neben den Produktkosten, die wir vor dem Abschluss zeigen.
Warum steht im ersten Jahr weniger im Vertrag, als ich eingezahlt habe?
Weil die Abschlusskosten auf die ersten fünf Jahre verteilt sind. Bei 100 € im Monat stehen nach einem Jahr 911 € statt 1.200 € im Vertrag. Ab dem sechsten Jahr fallen diese Kosten um rund 90 %, und am Ende des sechsten Jahres liegt das Kapital gleichauf mit den Einzahlungen. Wie das bei eurer Sparrate aussieht, rechnen wir im Strategiegespräch gemeinsam durch. Wer kurzfristig aussteigen will, ist mit einem Depot besser bedient.
Bietet ihr auch ein normales Depot an?
Ja, wir vermitteln auch ETF-Depots. Für Kinder empfehlen wir meist die ETF-Police, weil dort die Kontrolle bis zur Übergabe bei euch bleibt und Fondswechsel keine Steuern auslösen. Für kurze Zeiträume oder euer eigenes Vermögen kann das Depot die bessere Wahl sein. Was passt, klären wir im Strategiegespräch.
Warum rechnet ihr mit 9,7 Prozent und nicht mit weniger?
9,7 % ist die langfristige Durchschnittsrendite des MSCI World über Jahrzehnte, Krisen eingeschlossen. Wir zeigen daneben immer ein Szenario mit 6,0 %, weil ein historischer Mittelwert nichts über die nächsten 18 Jahre aussagt. Aus 32.400 € eingezahlt werden im 6-Prozent-Szenario 46.870 €, im 9,7-Prozent-Szenario 68.166 €.
Woher stammen eure Kostenangaben?
Aus dem Tarifwerk der Alte Leipziger, Stand 10.12.2025 — dieselbe Rechnung, die wir im Gespräch zeigen. Die Rechenlogik steckt im selben Code, der auch die Rechner auf dieser Webseite antreibt.
Verdient ihr mehr, wenn ich mehr spare?
Ja, die Vergütung hängt am Beitrag. Deshalb nennen wir diesen Zusammenhang von uns aus. Was wir dagegensetzen: Wir sagen im Gespräch auch, wann eine niedrigere Rate oder gar kein Abschluss die bessere Entscheidung ist.
Rechnet es mit uns durch — mit euren Zahlen
45 Minuten, kostenlos, ohne Abschluss im Gespräch. Ihr bekommt die Rechnung mit allen Annahmen mit.
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